Die Geobretter

ein Unterrichtsentwurf

Die Unterrichtsgestaltung richtet sich je nach Bundesland nach dem Lehrplan, der in der jeweiligen Zeit gilt. Wer sich mit Pädagogik beschäftigt, der ist dies betreffend sicherlich bereits auf alternative Methoden der Unterrichtsgestaltung gestoßen und würde bei einem Blick in die Lehrpläne jeglicher Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland feststellen, dass diese Methoden auch heute noch, teilweise über 100 Jahre nach deren Entwicklung, nur langsam erst Einzug in das Bildungssystem erhalten.

Geobrett 4 x 4 aus Holz Ein Beispiel für diese Diskrepanz sind die Methoden der Maria Montessori. Die Tatsache, dass es eigene Montessori Schulen gibt zeigt bereits, dass die Lernmethoden auch heute noch zu Besonderheiten im Bildungssystem zählen. Eine derartige Besonderheit ist der Unterrichtsentwurf der Geobretter mit in die Gestaltung des Mathematikunterrichts einbezieht. Geobretter bestehen aus einer Platte mit entsprechenden Nägeln und können komplexe mathematische Formen erklären bzw. bei Rechenarten wie dem Bruchrechnen erklärend zu Rate gezogen werden. Sie ermöglichen es den Kindern im Spiel die Eindrücke zu sammeln, die ihnen das Verstehen des ansonsten meist trockenen Mathestoffs ermöglichen. Im Internet gibt es diesbezüglich eine Reihe an Anwendungsbeispielen und Studien die beiderseits zeigen, wie sich Geobretter für den Einsatz im täglichen Schulgebrauch eignen.

Nichtsdestotrotz ist der allgemeine Unterrichtsentwurf Geobretter (Kaufempfehlung) frei. Geobretter gehören zu den selten eingesetzten Mitteln im Mathematikunterricht. Für Lehrer scheint es einfacher Frontalunterricht zu halten, als den Kindern tatsächlich nachhaltig die Mathematik näher zu bringen. Wer hier Abhilfe schaffen möchte, der muss eventuell Geobretter zuhause einsetzen bzw. mit seinen Kindern diese Geobretter bauen und in Form der Hausaufgaben ihnen dieses Instrument nahebringen. Generell lohnt sich diese geringe Kosten- und Zeitinvestition sehr. Wenn Kinder etwas im Spiel lernen, so behalten sie es nach allgemeinen Erfahrungen weitaus besser im Gedächtnis, als das, was sie einzig erzählt bekommen. Der Eindruck, dass Kinder sich hierauf viel besser konzentrieren können und mit regelrechtem Eifer am Spiel ihre Erfahrungswerte sammeln täuscht keineswegs.